Erkennen lernen

“Am Ende eines Weges steht ein Baum. Ist es ein Baum der Erkenntnis, zögere nie!”

Ich habe ganz als erstes, frei gewähltes, organisiertes Lernfach angefangen, Dolmetsch- und Übersetzungswissenschaft kombiniert mit Niederländisch und Politologie zu hören. Ich hatte gute Erfolge und das Studium hat mich interessiert und ich profitiere davon eigentlich heute noch. Dann habe ich ein Jahr lang Theoretische Linguistik und Computerlinguistik gehört, was ich ebenfalls interessant fand, obwohl ich keine Geduld fürs Programmieren hatte. Vom Prinzip her war das interessant und wichtig. Dann habe ich Niederländische Philologie studiert. Es ist nett, die Sprache annähernd gut zu verstehen und halbwegs zu sprechen. Ich kann jeglichen niederländischen Text problemlos verstehen und mich auf niederländisch im Alltag unterhalten, manche Sachen mithilfe von Übersetzungsmaschinen auch ins Niederländische übersetzen. Ansonsten eine Menge Kulturtheorien, Leute, die dort Bücher geschrieben haben. Fand ich nicht mehr so fesselnd…

Daneben habe ich ein Studium absolviert, das “Publizistik- und Kommunikationswissenschaft” hieß. Am Anfang lernte ich gleich, dass Nachrichten (die sogenannten Fakten) und Meinung getrennt werden müssen, und, dass das ganz wichtig ist, weil sich sonst kein Mensch auskennt und die Leute sich ohnehin gerne verwirren lassen. Danach habe ich über das Leben nichts Praktisches mehr in diesem Fach gehört… Eine Menge zunächst sehr unpraktische Dinge hingegen über Zeichen, Mythen. Im Grunde habe ich außer dieser ersten Erkenntnis keine weiteren signifikanten mehr im Studium gemacht, außer, dass eigentlich niemand so genau wusste, was Fakten von Meinungen unterscheidet.

Deshalb wurde dann wissenschaftlich fabuliert, gemessen, gezählt, geordnet, hin- und hergeschoben, aufgereiht, Sandkastenspiele mit Texten, Bildern, Tönen, die irgendjemand irgendwo erzeugt hat. Sand von einem Kasten in den anderen schaufeln und dann wieder zurück, dabei vielleicht Sandkörner zählen…

Sofern die Bemühungen gemeinsam waren, fand jeder von uns für sich die eine oder die andere Wahrheit…

Ohne vegan geht nichts gut.

Es gibt so viele Themen… Ich finde außer atmen aber auch noch essen und trinken und schlafen und Bewegung wichtig, deshalb lebe ich, und arbeite ich weitgehend auch vegan, für vegane Ziele… Weil ohne vegan nichts geht. Das ist meine Wahrheit, eine der Wichtigsten:

Atmen kaum, da Tierwirtschaft dem Klima mehr schadet als nur irgendetwas auf der Welt. Schlafen? 

Wie könnte irgendjemand gesund und gut schlafen, wenn jede Sekunde ein Tier gegen seinen Willen für Mahlzeiten anderer sein Leben lässt? 

Und bewegen kann sich kaum noch die Menschheit, weil sie träge geworden ist… nicht nur im Fleisch und sitzt viel herum (wie ich momentan auch), aber auch im Geist und denkt nicht viel Kluges mehr.
Apropos Denken. Ja, mein erstes Studium hilft mir heute, denn ich kann besser die weisen Inhalte von vegan Lebenden in andere Sprachen übersetzen und es muss nicht jeder alle Sprachen der Welt kennen. Die Schule, die ich danach noch machte, hat mir schließlich gezeigt, dass ich nicht mehr so weit für Unterricht gehen werde… 

Die Welt weiß genug um sich selbst zu lehren.

Ich würde doch noch irgendwie gern programmieren lernen, denn so Manches wird der Welt erspart durch kluges Organisieren aller Ideen – wir lassen die Ideen, die die Welt nicht braucht, im virtuellen Raum und tun sie keinem Lebewesen an. Insofern, sofern wir den Sand nur virtuell hin und her schieben, bleibt “der Sand” für die Pflanzen, für uns und die Tiere, um zu nähren. Und, wer klug denken lernt, isst Letztere nicht auf.

Und, ich bemühe mich jedenfalls in Taten und Worten meine Vorstellungen nicht anderen “anzuhängen”. Ich bin dankbar, dass ich so viel lernen durfte, viel von anderen…

Vielleicht lernen diese Organisationen eines Tages wieder von uns, wie auch Eltern lernen, von ihren Kindern wieder zu lernen, wieder eine natürliche, vegane Lebeweise zu praktizieren.

Das ist auch notwendig. Am Ende meines eher langen Weges durch Studien, Schulen und solcherart steht dieselbe Erkenntnis, “there’s no such thing as a free lunch”, außer es ist vom Baum gefallen und wir tun ihm nichts an, bevor wir es uns schenken. Weiß jedes Baby.

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