Leben als Produkt und Ware des Gesundheitssystems

Wie geht es eigentlich einem in einer geschlossenen psychiatrischen Station?

Hinein kommt jede/r der/die mit Polizei in Kontakt kam (selbst wenn diese nur als Zuschauer auf die Rettung aufmerksam wird.) Oder, wer bei der Aufnahme undeutlich spricht oder unentsprechende Aussagen macht. Und viele andere, je nach Geschmack der Aufnahme. Menschen, die noch nie auf ner Psych. waren, sind in der Regel nicht darüber aufgeklärt, wo sie sind. In den ersten drei Tagen kommt die Patientenanwaltschaft, wobei die erste Anhörung nur in extremen Ausnahmefällen zur Freiheit verhilft, eine zweite in 14 Tagen ist jedoch aufgrund der Gesetzeslage relativ gewiss freisetzend sofern der Patient orientiert ist. Außerhalb dieser zeit kann nur ganz selten mal ganz groben Verstößen die Anwaltschaft eingreifen. Eine offene Kommunikations-Kultur hingegen existiert nicht. Keinerlei Personal kann auf problematische Themen effektiv angesprochen werden. Ich habe hingegen erlebt dass versucht wird Diskussionswünschen entgegenzukommen, das letzte Wort allerdings behält der Patient nie. 

Logisch würde man denken ist eine geschlossene Station kein Ort für offene Kommunikation Kulturen. Akzeptieren wir das mal. Schließlich ist das ja eine Art Erziehungsmaßnahme für Erwachsene. Könnte durchaus sinnvoll sein eine Zeit lang zur Besinnung zukommen und Diskussionen außen vor zu lassen. Es ist ja auch der Sinn eines jeden spirituellen Retreats. Das funktioniert auch.

Aber welche Möglichkeiten zum Rückzug und Besinnung bieten sich? 

Nr. 1 – im Bett liegen. Mehr schaffen die meisten Patienten auch nicht aufgrund der enormen hohen Dosen an Schlafmedikamenten. Niemals wird sie ein liegender und somit keine Arbeit machender Patient zum aufstehen bewegt.

Nr. 2 – fünf Mal täglich zu Mahlzeiten erscheinen. Diese bestehen aus Standard Kost fünf mal am Tag sage wird Fleisch Käse und Ei serviert und dich verspeisen sind fett es gibt außerdem Nutella, Butter, etc. in Miniatur 15 mg Packungen, so dass bei jeder Mahlzeit Unmengen an Kunststoffmüll produziert werden. Ein Trauerspiel sind die Mahlzeiten auch schon deshalb weil die meisten Patienten zu zitiert und zu krank sind um zu essen und deshalb die teuer hergerichteten und meistens Standard aus Fleisch bestehenden Speisen nicht einmal anrühren. Sollte der Patient jedoch zu jener Sorte Menschen gehören, die in Krankheit und Stresssituationen an eher Speisen zu sich nehmen, kann dieser innerhalb wenigen Tagen mit vielen Kilogramm Gewichtszunahme mit Sicherheit rechnen und dies ist bei jedem Patienten, der auch durch eine Vielzahl von Medikamenten angeregtem Appetit vermehrt zu speisen greift, auch regelmäßig sehr stark der Fall.

Üblich auf einer geschlossenen Station ist das ein Patient drei fache oder vier fache Dosen von so genannten gemütsstabilisierenden Medikamenten mit anderen Worten sehr starken Schlafmitteln Zwangs-versorgt wird, denn auf einer geschlossenen Station gilt erst für den Arzt aus rechtlichen Gründen diese gegenüber der Patienten Anwaltschaft zu vertreten hat und den Patienten in der kürzest möglichen Zeit auf eine offene Station zu verlegen.

Hierbei kommt aber oftmals vor das die hohen Dosen der sehr die Renten Schlaf und Müdigkeit Für die andern sowie Denkprozesse verlangsamen dann Medikamente so stark Bewusstseinsverändernd wirkt, dass der Patient kurzerhand nichts mehr von sich weist, und brauchst du nicht sein Bewusstsein und seine Orientierung wieder Erlangen will.

Dies kann dann zu einem Aufenthalt auf der geschlossenen Station führen, die sich über Monate hinzieht. 

Dabei wird dem Patienten diese Pflegestufe der Vollversorgung weiterhin suggeriert, und ambulant weiter geführt. Über einen solchen Menschen werden bei jedem Abend und bei jeder Erz gesundheitlichen Instanz dicke Akten geführt und über alles wird gegenseitig Informationen Austausch vorgenommen. 

Behördenämter und Gesundheitsstellen “kennen” diesen Menschen schnell besser als er sich selbst.

Hier beginnt die Möglichkeit für einen Realitätsverlust für die Person selbst bei bestem willen eines jeden Betreuers Amtes Beamten oder Pfleger aus und Arztes.

Es kommt in der Regel ein Persönlichkeitsbild zusammen, das sich als ein Produkt des Gesundheitssystems zusammensetzt und eigene Lebensentwürfe oder Lebensziele komplett ausklammert oder stark bis zum meidet, bis zum Gedächtnisschwund verdrängt.

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