Sieben Tage für dein Schicksal

SEVEN DAYS

Seven days are 144 hours.

Kann ich mich für die Dauer von sieben Tagen auf etwas konzentrieren? Etwas tun, was ich in der Zukunft gerne tun würde. Mich darauf konzentrieren. Es tun. Wenn ich “stolpere”, beginne ich neu.

Als ich das erste Mal diese sieben Tage geschafft hatte, war ich so mächtig stolz auf mich. Ich wusste, ich hatte etwas aus eigener Überzeugung und Kraft geschafft, was zwar menschenmöglich war, aber dennoch nicht wahrscheinlich. 

Tatsächlich scheitert wohl die Menschheit daran, sich sieben Tage lang einer Aufgabe zu widmen.

Vor acht Tagen hörte ich eine Frau klagen, sie könne nicht mehr zum Markt gehen und all die Früchte und das Gemüse sehen, das sie nicht essen darf. Sie hat eine Fruktoseintoleranz und darf seit einiger Zeit auch kein Gemüse mehr essen.

Was ist das für ein Leben ohne Früchte und Gemüse? Dann isst dieser Mensch nur noch künstliche Produkte, die letzten Endes ohnehin darauf hinkommen in irgendeiner Weise aus Früchten und Gemüsen oder ihnen identisch wertbaren Produkten zu bestehen, essen. Mir tat diese Frau leid und ich sagte ihr, dass ich glaubte, dass sie wieder etwas mehr Früchte und Gemüse vertragen würde, wenn sie sich nur sieben Tage lang fettfrei ernähren würde.

Ich habe nicht mehr als “fettfrei” gesagt, denn die meisten Produkte, die die Menschen unglücklich und krank machen, enthalten Fett: Süßwaren und tierische Produkte fallen also weg. Sie müsste sich dann überlegen, was sie isst. Getreide? Gekochtes Gemüse? Ganz gleich was, wenn sie sieben Tage lang kein Fett isst, entspannt sich die Leber und die Organe entgiften wieder besser. Dadurch ist schon ein merkbarer Unterschied zu registrieren, der als Erfahrung wegweisend sein kann.

Die meisten Menschen haben tatsächlich noch nie am eigenen Leib bewusst erfahren, dass sie ihr Schicksal ganz leicht selbst lenken können, indem sie auf ihren Konsum und ihre Entscheidungen bewusst und dauerhaft Acht geben. Nicht nur ändern sich Dinge, wenn der Körper aufatmen darf, wir lernen auch noch, auf uns Acht zu geben, und denken dadurch weniger. 

Sie sagte mir: “Ach, ich glaube, das hat bei mir keinen Sinn.” Sie sagte das einfach so, als ob das die Gewöhnlichste Sache der Welt wäre, Träume zu verwerfen. 

“Wirklich? Warum?!”,, fragte ich neugierig und anteilnehmend. Sie musste an meinem Tonfall erkennen, dass ich mir keinen Scherz mit ihr erlaubte. Menschen glauben in der Regel, was ihnen der Arzt erzählt hat, sei unveränderliche Realität und diese zu hinterfragen sei schmerzhaft und ketzerisch. Ich bewahrte aber meine Ruhe und sprach ohne Aufregung. Für mich ist dieser Traum in Erfüllung gegangen. War er wohl für andere unerreichbar? 

“Ich bin zu faul.”, antwortete sie dann. Das war keine gute Ausrede. 

“Wirklich? Sieben Tage sind nicht das Ende der Welt. Kannst du sieben Tage nicht Geduld üben, um dann all diesen ersehnten Reichtum zu genießen?”, sprach ich und hielt inne. Ich schwieg. Dann sagte sie nach einer Weile schnell, “Ich werde mal sehen. Vielleicht versuche ich es.” 

*** 

Meine Mutter wurde mit einer Krebsart diagnostiziert. Die Ärzte rieten ihr, doch von ihrer “strengen” vegetarischen Diät abzusehen und fortan Fleischspeisen zu essen. Obwohl die Ärzte ihr bis zu 10 Jahre Lebenszeit nach ihrer Erkrankung zusprachen, sie selbst noch immer wieder zu genesen trachtete, starb sie bereits fünf Jahre nach dem Auftreten ihrer Symptome. Sie hatte auf diesem Gebiet ihres Lebens aufgegeben.

Es ist in Ordnung, manche Dinge unseres Lebens “nicht kontrollieren” zu wollen. Dinge loszulassen. Aber es ist leider auch in Zeiten der Not nicht in Ordnung, lebenswichtige, also unter Umständen über Leben und Tod entscheidende Dinge dem Zufall zu überlassen. Zu diesen Dingen gehört zweifelsohne jenes, was ich in meinen Körper lasse.

Wenn wir uns unsere Umwelt ansehen, ist sicher jeder Mensch mit ganz vielen Dingen, die in ihr passieren nicht einverstanden. (Wer sagt schon heute, dass ihm die Welt, so wie sie ist immer zu 100% gefällt!) Alles, was uns nicht an unserer Umwelt gefällt, nehmen wir als toxisch wahr, ob sie tatsächlich giftig sind oder ob uns unsere Gedanken über diese Dinge, die wir nicht ändern können, vergiften. Dennoch hegt ein beträchtlich großer Teil der Menschheit keinen Zweifel darüber, dass das, was ihm von seiner Umwelt täglich an Nahrung “vorgesetzt” wird, wohl das Beste für ihn sein muss!

Obwohl jeder von uns weiß, dass auch wir uns zu einem großen Teil unseres Lebens schwer tun, zu überleben und dafür nicht selten sehr hart arbeiten. Das tut auch unsere Umwelt. So auch alle Beteiligten an der Nahrungsmittelindustrie. Sie führen nichts Böses gegen uns im Schilde, sondern bedienen unsere unachtsamen Momente mit Speisen, die für uns nur mittelmäßige oder gar schlechte Nahrungsquellen sind.

Wir können wenig füreinander tun, das meiste muss jeder von uns für sich selbst tun. Und das beginnt bei der Beobachtung der Natur und damit, dass wir uns von ihr führen lassen. Viel zu oft versteifen wir uns darauf, unsere Mitmenschen zu beobachten und gewinnen so Informationen über unser eigenes Leben aus zweiter Hand. 

Erst jedoch, wenn wir unsere Beobachtungen an der Natur geprüft haben, werden wir zu Überzeugungen kommen, die uns auch durch das Leben tragen können.

Ich habe die Informationen, die ich über Rohkost bekam, durch viele Filter laufen lassen. Ich wusste schon, dass Ernährung einen mächtigen Einfluss auf das Leben hat, auf das Denken und vor allen Dingen auf meine Fähigkeit, Dinge zu beurteilen, ob sie wahr waren oder falsch.

Viele Menschen scheinen sich über den Richtigkeitsgehalt von Dingen gar keine Gedanken zu machen. Es ist richtig, was angenehm ist, und damit “fahren”, wie einige Menschen sagen, sie auch ziemlich gut und ziemlich lange. Nur – ein solches Glück währt mitunter lange, aber niemals unendlich, und wenn die Ernüchterung kommt, ist es meistens zu spät. Das ist mächtig schade, denn das meiste Unglück, das sich in einem menschlichen Leben ereignet, könnte durch die richtige Ernährung verhindert werden.

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